Abfall-ABC
Was gehört wohin?
Wohin mit den nicht mehr benötigten Wertstoffen und Abfällen? Informieren Sie sich über die verschiedenen Entsorgungsmöglichkeiten mit unserem Abfall-ABC. Außerdem finden Sie in unserer Sortierhilfe (Grafik) die verschiedenen Abfallarten und die passenden Entsorgungswege (Papiertonne, Gelbe Tonne etc.) übersichtlich aufgeführt. Und natürlich erteilt das Kundencenter des AWB auch gerne weitere Informationen zu den jeweiligen Abfallsorten.
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Wichtige Abfall-Themen
Akkus und Batterien
Bevor Elektrogeräte an Sammelstellen oder im Handel abgegeben werden, sollten Sie darin enthaltene Akkus bzw. Batterien entfernen – soweit das möglich ist.
Akku- bzw. batteriebetriebene Geräte, die auf dem Wertstoffhof entsorgt werden sollen, müssen dort dem Personal an der Abgabetheke für Elektrokleingeräte übergeben werden. Das Personal prüft anschließend, ob noch Akkus bzw. Batterien enthalten sind und sortiert die Geräte in die passenden Behältnisse ein.
Akkus und Batterien dürfen niemals im Hausmüll entsorgt werden. Es besteht Brandgefahr! Vor allem lithiumhaltige Batterien und Akkus müssen aus Geräten herausgenommen werden, um Kurzschlüsse und somit Brände in Mülltonnen und Sortieranlagen zu verhindern. Wenn Sie dabei Hilfe brauchen, fragen Sie unsere Mitarbeiter auf dem Wertstoffhof oder kontaktieren Sie das Kundencenter.
Alte Akkus und Batterien können Sie an den folgenden Stellen abgeben:
- Kostenlos über die Wertstoffhöfe Nordhorn, Bad Bentheim, Isterberg, Wilsum. Adressen und weitere Informationen finden Sie hier.
- Rückgabe über den Handel: Händler nehmen Ihre alten Akkus und Batterien ebenfalls zurück. Sie haben meist entsprechende Rückgabeboxen im Eingangsbereich aufgestellt.

Altkleider und Alttextilien
Altkleider und Alttextilien sollen getrennt entsorgt werden, um nutzbare Kleidung und Textilien wiederverwenden oder recyceln zu können. Dafür sollten folgende Sortierhinweise beachtet werden:
- Saubere Textilien, brauchbar, intakt, ggf. mit leichteren Gebrauchsspuren:
- Altkleidercontainer auf den Wertstoffhöfen Nordhorn, Bad Bentheim, Isterberg oder Wilsum und sämtlichen Grünabfallsammelplätzen. Bitte in Säcken verpackt einwerfen. Zu den Textilien zählen: alte Kleidung, Schuhe, Haushaltstextilien, z.B. Bettbezüge, Handtücher.
- Abgabe bei gemeinnützigen Einrichtungen prüfen. Bitte die Einwurfhinweise auf den Textilcontainern beachten! Gemeinnützige Einrichtungen können häufig nur tragbare Altkleider bzw. brauchbare Alttextilien verwenden.
- Verschmutzte, nasse und stark verschlissene Alttextilien:
- gehören in den Restabfall
- Kaputte und verschmutzte Altextilien erschweren das Recycling und die Wiederverwendung, wenn sie mit den brauchbaren Textilien zusammenkommen. Daher verschmutzte, nasse und stark verschlissene Alttextilien niemals in die Altkleidercontainer geben.
- Sonderkleidung
- Sonderkleidung, Funktionskleidung (z.B. Motorradjacken, Schutzkleidung) sind häufig nicht für das Textilrecycling und nicht für die Wiederverwendung geeignet.
- Kleidung mit elektrischen Teilen, die sich nicht ohne Weiteres entfernen lassen, z.B. Schuhe mit Blinklichtern, sind Elektroaltgeräte! Sie dürfen daher nicht in die Altkleidersammlung, sondern müssen am Wertstoffhof oder beim Elektrohandel abgegeben werden.

Asbestentsorgung
Allgemeine Informationen
Asbesthaltige Abfälle stellen eine ernsthafte Gesundheitsgefährdung dar und müssen unter Beachtung besonderer Sicherheitsvorkehrungen entsorgt werden. Die Entsorgung erfolgt ausschließlich auf dem Entsorgungszentrum Wilsum.
Asbestfasern befinden sich in den typischen Asbestzementprodukten (Faserzement-Dachplatten, Rohren) sowie in Nachtspeicheröfen und in Isoliermaterialien älteren Herstellungsdatums.
Asbesthaltige Produkte werden generell als Sonderabfall eingestuft und dürfen nicht über den normalen Bauschutt entsorgt werden.
Anschrift, Öffnungszeiten und Kontakt
Entsorgungszentrum / Zentraldeponie Wilsum
Kiesstraße 4
49849 Wilsum
Telefon: 05945 91090
Fax: 05945 910922
Mo. - Fr.: 08.00 – 16.00 Uhr (Do. bis 17.00 Uhr)
Sa.: 08.00 – 12.00 Uhr
Demontage
Die Arbeiten sind von einem Fachmann (z. B. Dachdecker) durchzuführen. Für den Umgang mit Asbest gelten die Vorschriften der Gefahrstoffverordnung; ein Sachkundenachweis ist erforderlich (TRGS 519). Arbeiten an Asbest sind generell staubarm durchzuführen; die Abfälle sind zu befeuchten und dürfen nicht gebrochen oder bearbeitet (bohren, schleifen) werden.
Verpackung, Anlieferung und Entladen
Die Abfälle müssen in reißfester Folie (z. B. Baufolie) mit Klebeband auf Paletten oder Kanthölzern staubdicht verpackt werden. Besser noch ist die Verwendung von Asbest Bigbags; erhältlich am Entsorgungzentrum Wilsum oder im Handel.
Für die Anlieferung wird empfohlen, diese über einen Containerdienst durchzuführen, der über entsprechende Erfahrung und Genehmigungen verfügt.
Bitte beachten Sie: Kleinmengen bitte selbst entladen; dabei dürfen die asbesthaltigen Abfälle nicht brechen. Bei größeren Mengen die Abfälle auf Paletten/Kanthölzer packen. Diese müssen für den Entladevorgang mit dem Stapler zugänglich sein, da die Abfälle nicht abgekippt werden dürfen.
Mengen, die vom Personal entladen werden müssen, bitte 2 Tage vorher bei der Entsorgungsanlage telefonisch anmelden unter der Telefonnummer: 05945-91090.
Rechtliche Hinweise
Gebühren und weitere Informationen
Die Gebühren für asbesthaltige Abfälle finden Sie in der Gebührenübersicht der Abfall-Annahmestellen.
Weitere Informationen erteilt die Abfallberatung unter der Telefonnummer 05921 96-1666.
Elektroschrott
Zu Elektroschrott zählen nahezu alle Geräte, die unter Nutzung von elektrischem Strom betrieben werden:
- Haushaltsgroßgeräte: Kühlschränke, Waschmaschinen, Herde etc.
- IT-Geräte: Monitore, Drucker, Laptops, Tablets, Smartphones, PCs, Tastaturen etc.
- Unterhaltung: Fernseher, Radios, Hifi-Anlagen, Lautsprecher etc.
- Haushaltskleingeräte: Fön, Toaster, Staubsauger, Werkzeug, elektronisches Spielzeug, Rasierapparate, Bügeleisen, Energiesparlampen, Neonröhren etc.
Elektrokleingeräte (Tablet, Laptop, Rasierer, Toaster, etc.), die auf dem Wertstoffhof entsorgt werden sollen, müssen dort dem Personal an der Abgabetheke für Elektrokleingeräte übergeben werden. Das Personal prüft anschließend, ob ggf. noch Akkus bzw. Batterien enthalten sind und sortiert die Geräte in die passenden Behältnisse ein.
Die ausgedienten Elektrogeräte können bei folgenden Abgabestellen entsorgt werden:
- Kostenlos über die Wertstoffhöfe Nordhorn, Bad Bentheim, Isterberg, Wilsum. Adressen und weitere Informationen finden Sie hier.
- Kleingeräte bis zur Größe eines Toasters (elektr. Zahnbürsten, Uhren, Rasierapparate, Radiowecker etc) können auch beim Schadstoffmobil abgegeben werden.
- Rückgabe über den Handel: Händler können Ihre Altgeräte ebenfalls zurücknehmen; sie sind zur Rücknahme ab 400m² Verkaufsfläche verpflichtet.
- Abgabe an gemeinnützigen Organisationen zwecks Weiterverwendung/Reparatur:
- Das Gerät ist nur defekt und könnte repariert werden? Dann am besten vor dem Entsorgen bei einem Grafschafter Reparatur-Café vorbeibringen. Mehr Infos finden Sie hier.

Getrennt entsorgen
Verpackungen in Einzelteile zerlegen
Um das Recycling zu erleichtern, sollten die Verpackungen vor dem Entsorgen in ihre Einzelteile zerlegt werden, sofern das möglich ist. Beispiel Joghurtbecher: Die Papp-Außenhülle vom Plastikbecher abtrennen, ebenso den Deckel abnehmen und einzeln in die Gelbe Tonne legen – die Pappe natürlich in die Papiertonne!
Restentleeren und Verunreinigungen vermeiden
Verpackungen, z.B. Joghurtbecher, müssen nicht ausgewaschen werden. Das ist auch nicht unbedingt zu empfehlen, da hierdurch unnötig Wasser verbraucht wird. Dennoch sollte darauf geachtet werden, dass Verpackungen restentleert werden. Der Joghurtbecher sollte also komplett ausgelöffelt sein – was wiederum auch ein Beitrag gegen Lebensmittelverschwendung ist.
Abfalltrennung beachten
Damit der Großteil unseres Abfalls recycelt werden kann, ist Abfalltrennung wichtig. Für das Entsorgen von Verpackungen stehen verschiedene Wertstoffbehälter zur Verfügung. Verpackungen aus Glas gehören in den Altglascontainer. In die Papiertonne kommen Papier, Pappe und Kartonagen. Andere Verpackungen, die nicht (nur) aus Glas oder Papier/Pappe bestehen, gehören in die Gelbe Tonne – egal ob sie einen "Grünen Punkt" haben oder nicht.

Fakten und Einblicke zur Mülltrennung
Warum ist Mülltrennung überhaupt wichtig?
Mit richtiger Mülltrennung kann jeder mit wenig Aufwand einen wichtigen Beitrag für die Umwelt und den Klimaschutz leisten, weil er wertvolle Ressourcen wieder dem Wertstoffkreislauf zuführt.
Das Öko-Institut in Freiburg hat berechnet, dass durch das Recycling von Leichtverpackungen aus dem Gelben Sack und der Gelben Tonne, von Verpackungen aus Glas sowie aus Papier, Pappe und Karton in Deutschland jährlich rund 3,1 Millionen Tonnen CO2-Äquivalente eingespart werden. Das entspricht den Emissionen einer Stadt in der Größe von Bonn im gleichen Zeitraum.
Die Produktion von Recyclingpapier verbraucht nur ein Drittel der Energie und etwa ein Fünftel des Wassers, das für die Produktion von Frischfaserpapier benötigt wird. Und der Einsatz von recyceltem Aluminium verbraucht nur fünf Prozent der Energie, die zur Herstellung von Primäraluminium notwendig ist.
Grafik: Initiative "Mülltrennung wirkt"

Könnten nicht Maschinen die Mülltrennung übernehmen?
Nein, das funktioniert so nicht.
Durch Verschmutzungen wird die Recyclingfähigkeit der sortierten Wertstoffe deutlich herabgesetzt. Beispielsweise kann verunreinigtes Papier nicht mehr wiederverwertet werden. Es gab in der Vergangenheit immer wieder Versuche, Restmüll und Verkaufsverpackungen in einer Tonne zu erfassen und erst in der Sortieranlage voneinander zu trennen.
Das Ergebnis war leider nicht befriedigend, da durch den hohen Verschmutzungsgrad keine für ein hochwertiges Recycling geeigneten Wertstoffe aus dem Abfallstrom heraus sortiert werden konnten. Gerade der oft feuchte Restmüll, wie zum Beispiel Küchenabfälle, Speisereste, Teebeutel oder Kaffeefilter, verschmutzt die Verpackungsabfälle enorm.
Dies hat negative Auswirkungen auf die Recyclingfähigkeit der Verkaufsverpackungen und setzt die Qualität der gewonnen Recyclingrohstoffe stark herab.

4 praktische Tipps für die Mülltrennung
1. Glasverpackungen: Mit oder ohne Deckel? Werden Glasflaschen und -verpackungen wie Marmeladengläser mit Verschluss im farblich passenden Altglascontainer entsorgt? Oder kommt der Verschluss separat in die Gelbe Tonne? Beides geht! Nur in den Restmüll sollte der Deckel auf keinen Fall gelangen. Denn so gehen Wertstoffe wie Weißblech oder Kunststoff dem Recyclingkreislauf verloren.
2. Papier ist nicht gleich Papier: Papier, Pappe und Karton kommen ins Altpapier. Doch Vorsicht, manche Produkte sehen zwar aus wie Papier oder bestehen in Teilen auch aus Papier, gehören aber in den Restmüll! Das gilt zum Beispiel für Taschen- und Hygienetücher, Pappteller und Papierservietten oder Tapeten. Sind Papier- oder Kartonverpackungen mit Kunststoff beschichtet, wie zum Beispiel Getränkekartons, zählen sie zu den Verbundverpackungen und müssen in der Gelben Tonne entsorgt werden.
3. Vorsicht Brandgefahr: Wohin mit Batterien und Akkus Batterien sollten in speziellen Sammelboxen im Handel zum Beispiel im Supermarkt, Elektrofachgeschäften, Bau- oder Drogeriemärkten abgegeben werden. Brandgefährlich sind Lithium-Ionen-Batterien oder -Akkus: Geraten sie in den Restmüll, können sie Brände in Abfalltonnen, Entsorgungsfahrzeugen oder Sortieranlagen verursachen. Sie müssen bei Sammelstellen in Geschäften oder bei Wertstoffhöfen abgegeben werden.
4. Pizzakartons: Restmüll oder Altpapier? Der Pizzakarton gehört ins Altpapier. Aber nur, wenn er nicht zu schmutzig ist, das heißt maximal etwa ein bis zwei Fettflecken hat und vollkommen geleert ist. Mit Käse, Saucen oder viel Fett verunreinigte Kartons müssen im Restmüll entsorgt werden.

Einblick in eine Sortieranlage (virtuelle Tour)
Was passiert mit dem Abfall in den Gelben Tonnen?
Erfahren Sie mehr auf einer virtuellen Tour durch eine Sortieranlage für Verpackungsabfälle:
Abfall trennen spielerisch: "Trash Crush"
Spielerisch den richtigen Müll für die Tonne oder den Container finden. Je mehr "Matches", desto sauberer die Umwelt! Ein Spiel der Initiative "Mülltrennung wirkt".
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